Trisomie 21: Was wir von Menschen mit Down-Syndrom lernen können

Veranstaltungsbeginn

21.02.2017 09:00 

Veranstaltungsende

22.02.2017 17:00 

Veranstaltungsort

Volkshochschule Götzis 

Veranstalter

Schloss Hofen in Kooperation mit der Kathi-Lampert-Schule für Sozialbetreuungsberufe Götzis 

Website Veranstalter

 

Beschreibung

 

Inhalte

Neurodiversität, als Anerkennung der Vielfalt funktionierender Nervensysteme und als gleichberechtigte menschliche Lebensformen, befreit Menschen davon, im Gleichschritt einer Norm hinterherlaufen zu müssen.

Lernschwierigkeiten in einem Bereich können die Lernfähigkeit in anderen Bereichen erhöhen.

Das zu erkennen verlangt Kreativität, die sich wiederum mit einem Mehrwert an Kreativität und Wissen bezahlt macht.

Bisher ging man davon aus, dass Personen mit Trisomie 21 sich an der Gesamtgestalt orientieren und Details übersehen. Unsere experimentellen Befunde an 1.294 Personen mit Trisomie 21 belegen dagegen eine Einengung des Aufmerksamkeitsumfangs auf weniger als vier Einheiten (Chunks) zur selben Zeit. Diese Ergebnisse sprechen dafür, dass der anschauungsgebundene, kleinschrittige und Abstraktionen vermeidende Unterricht an Förderschulen den neuropsychologischen Besonderheiten von Menschen mit einer Trisomie 21 nur wenig Rechnung tragen kann.

 

Ziele

  • Die Überwindung von Vorurteilen, um selbsterfüllende Prophezeiungen zu vermeiden.
  • Die Sensibilisierung für den individuellen Umfang der Aufmerksamkeit, der bei allen Menschen begrenzt ist. (Diese Begrenztheit betrifft alle Sinne im gleichen Maße. Sie fordert die Fokussierung der Aufmerksamkeit auf Wesentliches.)
  • Befähigung zum gemeinsamen Lernen und Einanderhelfen bei der Lenkung unserer Aufmerksamkeit auf die Signale, die unser künftiges individuelles Fähigkeitsspektrum erweitern. (Menschen mit Trisomie 21 lernen so, beispielsweise ihre vielfaltigen motorischen Einschränkungen zu überwinden. Selbst artistische Leistungen liegen in ihrem Fähigkeitsspektrum, weil das, was wir heute mit Hilfe anderer können, unser eigenes Können von morgen ist.)

 

Zielgruppen

Fachpersonen, die Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung in Werkstatten, Wohnhäusern oder anderen Einrichtungen betreuen und begleiten

 

Referent

Univ.-Prof. Dr. habil. André Frank Zimpel,

Diplom-Psychologe, Diplom-Lehrer mit den Fächern Mathematik und Kunst; seit 1994 Professor an der Universität Hamburg, Fakultät EW 2: Schulpädagogik, Sozialpädagogik, Behindertenpädagogik und Psychologie in Erziehung und Unterricht, Schwerpunkt: Lernen und Entwicklung, Heilpraktiker (Psychotherapie), zahlreiche Veröffentlichungen

 

Beitrag

EUR 215,00 inkl. 10% USt., Seminarunterlagen

 

VERANST. NR. 2174402

 

ANMELDUNG BIS 23. JANUAR 2017

an Schloss Hofen, Lochau

 

Diese Veranstaltung ist als Fortbildung im Sinne des Sozialbetreuungsberufegesetzes anerkannt.

 
Letzte Änderung: 24.01.2017 10:14 · Zum Seitenanfang