Für Menschen, die am Restless Legs Syndrom leiden, werden die Abend– und Nachtstunden zur Qual. Sobald sie sich hinsetzen oder hinlegen, entsteht ein zunehmender Bewegungsdrang und ein Unruhegefühl, das sie nicht zur Ruhe kommen lässt oder wieder aus dem Bett treibt.
Erst wenn sie die Beine wieder bewegen, lässt das ungute Gefühl nach. Manche Betroffenen sind so mehr oder weniger die ganze Nacht in Bewegung.
Am Tag sind sie dann unausgeschlafen, müde, gereizt und unkonzentriert und werden nicht selten auch depressiv. Von diesem Leiden sind ca. 10% der Bevölkerung betroffen. Oft wird es nicht erkannt, da sich Betroffene schwer tun, ihre Beschwerden in Worte zu fassen.
Für RLS-Patienten, ebenso wie für deren Angehörige ist die Erkrankung auf Dauer zermürbend. Das anhaltende Schlafdefizit fordert seinen Preis. Die Freude am Leben schwindet. Ebenso leiden ihre Partner unter dem permanenten Stress; denn die allabendliche und nächtliche Unruhe der Betroffenen stört auch sie. Die bröckelnde Lebensqualität der Erkrankten greift auch auf Partner, Familie und Umfeld über.
Auch auf ärztlicher Seite ist das Wissen um und über das Restless Legs Syndrom noch wenig verbreitet und dadurch das Erkennen oft recht schwierig. Bisher gibt es keine einfachen Laboruntersuchungen oder bild-gebende Verfahren, um eine richtige Diagnose zu stellen.