Lehrgang Unterstützte Kommunikation

Veranstaltungsbeginn

09.10.2017 09:00 

Veranstaltungsende

05.07.2018 17:00 

Veranstaltungsort

Haus der Begegnung, Rennweg 12, 6020 Innsbruck 

Veranstalter

Bildungszentrum der Caritas Innsbruck  

Website Veranstalter

 

Beschreibung

 

Mit anderen Menschen in Kontakt zu kommen bzw. zu kommunizieren, ist ein Grundbedürfnis von uns Menschen. Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die aufgrund einer angeborenen oder erworbenen Behinderung nicht verständlich oder gar nicht sprechen können, tun sich mit der Erfüllung dieses Grundbedürfnisses schwer. Im Alltag zeigen sich zwischen ihnen und ihrer Umwelt oft vielfältige Probleme in der Kommunikation.

 

Unterstützte Kommunikation verfolgt das Ziel, die Situation von Menschen mit schweren Kommunikationsbeeinträchtigungen und die ihrer Kommunikationspartner/innen zu verbessern. Es werden gezielt individuelle Hilfsmittel, Techniken und Strategien eingesetzt, die die Lautsprache ergänzen oder ersetzen und die Verständigung effektiver werden lassen.

 

Im Lehrgang „Unterstützte Kommunikation“ wird die Anwendung von Unterstützter Kommunikation in der pädagogischen bzw. therapeutischen Arbeit mit behinderten Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen praxisnah vermittelt. Die Teilnehmer/innen lernen, wie kommunikationsbeeinträchtigte Personen ihre kommunikative Kompetenz erweitern und sich unabhängiger und differenzierter mitteilen können.

Videobeispiele aus der Praxis zeigen, dass durch den Einsatz von Unterstützter Kommunikation das Risiko einer zusätzlichen Entwicklungsbeeinträchtigung gesenkt werden kann. Durch ein besonderes Training der Bezugspersonen werden die Chancen für Partizipation und soziale Integration verbessert.

 

Zielgruppe

Fachkräfte aus pädagogischtherapeutischen Berufsfeldern, die mit kommunikationsbeeinträchtigten Personen Kontakt haben

 

Lehrgangsinhalte

 

Modul 1: Einführung in Unterstützte Kommunikation

Unterstützte Kommunikation bei Menschen mit schweren kognitiven Behinderungen

Dieses Modul gibt einen Überblick über das Fachgebiet der Unterstützten Kommunikation (UK), stellt die Grundlagen der Entwicklung symbolischer Kommunikation vor und widmet sich der Fragestellung, wie UK für Menschen mit schweren geistigen Behinderungen hilfreich sein kann.

·         Was ist Unterstützte Kommunikation – ein Überblick

·         Was bedeutet es, nicht sprechen zu können?

·         Entwicklung symbolischer Kommunikation – theoretische Grundlagen und Bedeutung für die praktische Arbeit

·         Poster „Förderdiagnostik Unterstützte Kommunikation“

 

Modul 2: Gebärden und nichtelektronische Kommunikationshilfen

Im Modul 2 werden der Einsatz von Gebärden sowie die verschiedenen nichtelektronischen Kommunikationshilfen vorgestellt und praktisch erprobt. Die Teilnehmenden lernen Gebärdenkataloge und Symbolsammlungen kennen, üben die Erstellung und den Einsatz von Kommunikationstafeln und erfahren, auf welcher Basis das Vokabular für eine Kommunikationshilfe ausgewählt werden sollte.

·         Gebärden in der Unterstützten Kommunikation

·         Workshop: Lieder und interaktives Buchlesen mit Gebärden

·         Überblick „Nichtelektronische Kommunikationshilfen“

·         Kern- und Randvokabular

·         Das Konzept der Fokuswörter

·         Herstellen und Erproben von Kommunikationstafeln bzw. –ordnern

 

Modul 3: Elektronische Kommunikationshilfen

In diesem Modul lernen die Teilnehmenden die Wunderwelt der technischen Kommunikationshilfen kennen, angefangen bei adaptiertem Spielzeug und einfachen Schaltern für Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge über sprechende Tasten bis hin zu komplexen Geräten mit Sprachausgaben, mit denen auch im Internet gesurft und gechattet werden kann.

·         Adaptiertes Spielzeug und Einsatz von einfachen Schaltern für Umweltkontrolle und Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge

·         Sprechende Schalter

·         Kommunikationsskripts für sprechende Schalter

·         Einfache elektronische Kommunikationshilfen – sprechende Kommunikationstafeln

·         Komplexe elektronische Kommunikationshilfen

·         Ansteuermöglichkeiten

·         Das iPad als Kommunikationshilfe

 

Modul 4: Spezifische Fragestellungen

Zum Abschluss des Lehrgangs sollen ausgewählte Fragestellungen, die sich in der UK-Praxis ergeben, behandelt werden. Zunächst wird das Partizipationsmodell als bewährtes Interventionsgerüst vorgestellt. Die Besonderheiten der Gesprächssituation und Möglichkeiten des Partnertrainings werden aufgezeigt.

Ein besonderes Augenmerk richtet dieses Modul auf die Zielgruppe der Menschen mit Autismus-Spektrum-Störungen.

·         Das Partizipationsmodell als Interventionsgerüst

·         Besonderheiten der Gesprächssituation

·         Partnertraining nach dem COCP-Modell

·         UK bei Menschen mit Autismus-Spektrum-Störungen

·         Praxisbeispiele der Teilnehmenden

 

Referentin

Dr.in Ursula Braun

Förderschulkonrektorin, Mitbegründerin und langjährige Vorsitzende der deutschsprachigen Sektion von ISAAC, Redaktion der Zeitschrift „Unterstützte Kommunikation“, langjährige Praxiserfahrung und Fortbildungstätigkeit, Lehraufträge an verschiedenen Universitäten, zahlreiche Veröffentlichungen

 

Termine

09. und 10. Oktober 2017

10. und 11. Jänner 2018

26. und 27. März 2018

04. und 05. Juli 2018

jeweils 9:00 bis 17:00 Uhr

64 Unterrichtseinheiten

 

Lehrgangsabschluss

Der Lehrgang schließt mit einem Zertifikat des Caritas Bildungszentrums und der Gesellschaft für Unterstützte Kommunikation e.V. ab

 

Kosten

990.- Euro inkl. Seminarunterlagen update-Förderung möglich

 

Teilnehmer/innenzahl

mindestens 12 und maximal 25

 

Info und Anmeldung

Bildungszentrum der Caritas Innsbruck

Weiterbildung für Sozial und Gesundheitsberufe

Heiliggeiststraße 16

6020 Innsbruck

0512 / 72 70 809

bildungszentrum.fortbildung@dibk.at

 

Anmeldeschluss

8. September 2017

 

Folder LG Unterstützte Kommunikation (pdf)

 
Letzte Änderung: 04.07.2017 11:51 · Zum Seitenanfang