Kinderbetreuungsgeld (KBG)

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Kurzbeschreibung

Das Kinderbetreuungsgeld (KBG) gebührt für Geburten ab 01.01.2002 und ersetzt das ehemalige Karenzgeld. Die Finanzierung des KBG erfolgt zur Gänze aus Mitteln des Familienlastenausgleichsfonds. Ab 01.01.2010 wird beim KBG zwischen dem pauschalen und dem einkommensabhängigen KBG unterschieden.

Beschreibung

Eltern können ab dem 1. Jänner 2010 beim Kinderbetreuungsgeld zwischen 5 Modellen wählen.

Neu ist das „einkommensabhängige“ Modell

Neu ist etwa das „einkommensabhängige“ Modell für alle, die bis zum Ende des 12. Lebensmonats des Kindesbetreuungsgeld beziehen wollen, bei Teilung des Kinderbetreuungsgeldes mit der LebenspartnerIn auch bis Ende des 14. Lebensmonats. Sie können abhängig vom Einkommen zwischen 1000 und 2000 Euro pro Monat einplanen. 

Die Zuverdienstgrenze beim einkommensabhängigen Kinderbetreuungsgeld und bei der Beihilfe zum pauschalen Kinderbetreuungsgeld beträgt 6.400 Euro pro Kalenderjahr (dies ist weder ein Brutto- noch ein Nettobetrag, sondern wird durch spezielle Berechnungsmethoden ermittelt).

 

4 weitere Kinderbetreuungsgeldmodelle

Außerdem gibt es vier weitere Kinderbetreuungsgeldmodelle, die je nach Bezugsdauer ein monatliches Kindergeld mit Fixbeträgen zwischen 1000 und 436 Euro pro Monat vorsehen. Eltern, die sich für eines der vier Kindergeldmodelle mit Fix-beträgen entscheiden, können zwischen zwei Zuverdienstmöglich-keiten wählen:

Sie können zum Kinderbetreuungsgeld bis zu 16.200 Euro an steuerpflichtigem Einkommen hinzuverdienen. Wenn Sie vor der Geburt ein höheres Einkommen erzielen, können Sie aber auch bis zu 60 Prozent des vorherigen maßgeblichen steuerpflichtigen Einkommens dazuverdienen.

Bei allen Modellen können sich die Eltern den Kinderbetreungsgeld-Bezug teilen und sich dabei zweimal abwechseln. Sie müssen aber für mindestens 2 Monate Kinderbetreuungsgeld beziehen. 

 

Beihilfe zum Kinderbetreuungsgeld

Der Zuschuss zum Kindergeld läuft aus und kann nur mehr bei Geburt bis zum 31.12.2009 beantragt werden. Der Zuschuss wird durch eine Beihilfe ersetzt, die nicht mehr zurückbezahlt werden muss.

Eltern, deren Kinder nach dem 31.12.2009 geboren wurden, können ab dem 1.1.2010 unter bestimmten Voraussetzungen eine Beihilfe zum Kinderbetreuungsgeld beantragen. Diese muss nicht zurückgezahlt werden.

Die Höhe der Beihilfe zum Kinderbetreuungsgeld beträgt € 6,06 täglich bzw € 181,80 pro Monat und wird ab der erstmaligen Antragstellung für maximal 12 Monate lang in Blöcken von zwei Monaten ausbezahlt, so lange die Anspruchvoraussetzungen vorliegen.

 

Wer hat Anspruch auf die Beihilfe?

Anspruch haben einkommensschwache Ehepaare sowie alleinerziehende Mütter oder Väter, die entweder ledig, geschieden oder verwitwet sind und keinen gemeinsamen Wohnsitz mit dem anderen Elternteil haben. Mütter und Väter, die mit einer anderen Person als der Kindesmutter oder dem Kindsvater in einer nicht-ehelichen Lebensgemeinschaft leben, gelten nicht als alleinstehend.

Voraussetzung für den Bezug der Beihilfe ist die Wahl eines pauschalen Kindergeld-Bezugsmodells (12 plus 2, 15 plus 3, 20 plus 4 oder 30 plus 6).Der beziehende Elternteil darf maximal € 5.800 Euro pro Jahr Kalenderjahr zur Beihilfe dazuverdienen. Dies entspricht einem Betrag von € 357 im Monat.

Bei einkommensschwachen Ehepaaren oder Lebensgemeinschaften darf der andere Partner einen Betrag von € 16.200 an maßgeblichen Einkünften beziehen. Dies entspricht einem monatlichen Bruttoverdienst von € 1.220.

Werden die Zuverdienstgrenzen zur Beihilfe um bis zu 15% überschritten, wird nur jener Betrag zurückgefordert, der zu viel verdient wurde. Wurde die Zuverdienstgrenze auch nur von einem Elternteil um mehr als 15% überschritten, wird die komplette Beihilfe für zurückgefordert.

 

Verlängerungsmöglichkeit für Alleinerziehende

In besonderen Härtefällen kann ein alleinerziehender Elternteil die Bezugsdauer um zwei Monate auf insgesamt 14 Monate bei jedem der 5 Kinderbetreuungsgeldmodelle verlängern. Dies ist allerdings nur möglich, wenn der andere Elternteil durch ein unvorhergesehenes und unabwendbares Ereignis an der Inanspruchnahmen des Kinderbetreuungsgeldes verhindert ist.

Ein solches Ereignis liegt bei Tod, Aufenthalt in einer Heil- und Pflegeanstalt, gerichtlich oder behördlich festgestellter häuslicher Gewalt oder der Verbüßung einer Freiheitsstrafe und anderweitiger gerichtlicher oder behördlicher Anhaltung vor. Auch bei Wegweisung des Partners oder bei Aufenthalt der Betroffenen in einem Frauenhaus liegt ein solcher Härtefall vor. Die Verlängerung endet jedoch, wenn der Verhinderungsgrund des anderen Elternteils wegfällt.

Eine Verlängerung der Bezugsdauer ist auch möglich, wenn ein alleinstehender Elternteil einen Antrag auf Festsetzung des Unterhalts vor Gericht gestellt hat aber noch kein Unterhalt geleistet wird. Liegt in diesem Fall das Einkommen des alleinerziehenden Elternteils in den letzten vier Monaten vor der Verlängerung und in den zwei Verlängerungsmonaten unter € 1.200, kann das Kinderbetreuungsgeld um zwei Monate länger bezogen werden, unabhängig vom gewählten Bezugsmodell.
Hat der alleinerziehende Elternteil noch für andere Kinder zu sorgen, darf das Einkommen pro Person zusätzlich € 300 betragen. Zu diesem Einkommen zählen Erwerbseinkommen, Kinderbetreuungsgeld, Familienbeihilfe, Pensionen, Arbeitslosengeld und einkommensähnliche Bundes- und Landesbeihilfen und Zuschüsse, etwa die Sozialhilfe.

Wenn der nicht verhinderte Elternteil eine Lebensgemeinschaft oder Ehe mit einer anderen Person eingeht, besteht kein Anspruch auf Verlängerung.

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Letzte Änderung: 14.09.2017 13:06 · Zum Seitenanfang