Familienhospizkarenz-Zuschuss

Zuständige Institution

Bundesministerium für Familie und Jugend, Abteilung II/4, Familienhospizkarenz-Härteausgleich
Franz-Josefs-Kai 51
1010 Wien
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Kurzbeschreibung

Personen, die zum Zweck der Betreuung und Begleitung sterbender Angehöriger oder schwerst erkrankter Kinder eine Arbeitsfreistellung mit arbeits- und sozialrechtlicher Absicherung (Familienhospizkarenz) in Anspruch nehmen, können bei daraus entstehender finanzieller Notlage (Haushaltseinkommen unterschreitet den Grenzwert) während des Karenzierungszeitraums einen monatlichen Zuschuss aus dem Familienhospizkarenz-Härteausgleich erhalten.

Mit dem Zuschuss soll erreicht werden, dass im Einzelfall das gewichtete Durchschnittsnettoeinkommen auf 700 Euro monatlich pro Person angehoben wird. Die Höhe des monatlichen Zuschusses ist jedenfalls mit der Höhe des durch die Familienhospizkarenz weggefallenen Einkommens begrenzt.

Hinweis: Weitere Informationen zum Familienhospizkarenz-Härteausgleich erhalten Sie auf den Seiten des Bundesministeriums für Familie und Jugend (siehe unter Links) sowie beim Familienservice unter der Telefonnummer 0800/240 262 (kostenlos aus ganz Österreich).

Beschreibung

Voraussetzungen

Es muss sich um eine Karenzierung unter vollständigem Entfall der Bezüge handeln. Die Antragstellerin/der Antragsteller darf über kein weiteres unselbstständiges Einkommen verfügen. Weiters muss das gewichtete Durchschnittsnettoeinkommen aller im gemeinsamen Haushalt lebenden Personen durch den Entfall der Bezüge unter 700 Euro monatlich pro Person liegen.

Das gewichtete Durchschnittsnettoeinkommen erhält man durch Division des Haushaltsnettoeinkommens durch den Haushaltsfaktor. Das Haushaltsnettoeinkommen ist die Summe der Nettoeinkommen aller Personen im Haushalt (inklusive Transferleistungen, jedoch ohne Familienbeihilfe, Kinderbetreuungsgeld, Wohnbeihilfe und Pflegegeld). Der Haushaltsfaktor ergibt sich aus der Anzahl und dem Alter der im Haushalt lebenden Personen.

 

Zuständige Stelle

Individuelle Beratung und Auskünfte über die voraussichtliche Höhe eines Zuschusses erhalten Sie telefonisch. Dazu finden Sie Hier wichtige Informationen  

Verfahrensablauf

Bei Inanspruchnahme der Familienhospizkarenz sollten Sie eine schriftliche Vereinbarung mit der Dienstgeberin/dem Dienstgeber oder dem Arbeitsmarktservice (AMS) treffen.

Leistungen aus dem Familienhospizkarenz-Härteausgleichsfonds müssen Sie beantragen. Ein Antragsformular erhalten Sie am Ende dieser Seite, beim Arbeitsmarktservice oder eventuell auch bei Ihrer Dienstgeberin/Ihrem Dienstgeber.

Hinweis: Wesentlich für den weiteren Ablauf ist, dass die Dienstgeberin/der Dienstgeber oder das AMS auf dem Antragsformular bestätigt, kein arbeitsgerichtliches Verfahren zur Klärung der Anspruchsvoraussetzungen einzuleiten. Andernfalls müsste für die Entscheidung über die Zuschussgewährung der Ausgang eines solchen Verfahrens abgewartet werden.

Üblicherweise erfolgt die Entscheidung über die Höhe des Zuschusses innerhalb von zwei bis drei Werktagen, sofern alle erforderlichen Unterlagen (Einkommensbelege aller Personen im gemeinsamen Haushalt) vorgelegt wurden.

 

Erforderliche Unterlagen

Nachweise des monatlichen Einkommens: z.B. durch Lohnzettel, Einkommensteuerbescheid, Pensionsbescheid, Mindestsicherungsbescheid, Pachtvertrag etc. (Die erforderlichen Unterlagen können Sie auch als Kopien einreichen).

 

Kosten

Die Beantragung des Familienhospizkarenz-Härteausgleichs ist kostenlos.

Links

 
Letzte Änderung: 11.07.2017 14:45 · Zum Seitenanfang