Einstellung der befristeten Invaliditätspension 2014

Rehabilitation oder Umschulung

Invaliditätspension wird künftig nur noch an Personen ausgeschüttet, die nicht mehr für den Arbeitsmarkt aktivierbar sind. Alle anderen werden entweder rehabilitiert oder umgeschult.

26.06.2013 

Grundprinzip ist, dass die befristete Invaliditätspension ab 2014 der Vergangenheit angehört - und zwar für alle, die am 1. Jänner 2014 jünger als 50 Jahre alt sind - anders ausgedrückt jene, die nach dem 31. Dezember 1963 geboren sind. Wenn noch eine Chance besteht, die Betroffenen wieder in den Arbeitsmarkt zu integrieren und damit die Pension zu vermeiden, wird diese ergriffen. Zwei Optionen bestehen:

Rehageld oder Umschulungsgeld.

Erstere Variante ist vor allem für Personen mit vorübergehenden Erkrankungen vorgesehen. In der Rehaphase wird ein Rehageld in Höhe des Krankengelds zwölfmal jährlich ausbezahlt. Die Höhe darf nicht unter die Ausgleichszulage fallen. Der Bezug ist grundsätzlich unbefristet, dafür muss es zu regelmäßigen Überprüfungen des Gesundheitszustands kommen, spätestens nach einem Jahr.

Das Umschulungsgeld wiederum ist für jene gedacht, die nur ihrem angestammten Beruf nicht mehr nachgehen können. Sie sollen vom AMS für eine neue, weniger belastende Tätigkeit ausgebildet werden, wobei der bisher z. B. für Facharbeiter geltende Berufsschutz in einen Qualifikationsschutz umgewandelt wird. Das heißt, das Vermittlungsfeld für Jobs wird größer, aber die neue Ausbildung muss am bisherigen Qualifikationsniveau sein, um gröbere Einkommensverluste zu vermeiden.

Die Höhe des Umschulungsgelds entspricht dem Arbeitslosengeld plus 22 Prozent. Ursprünglich waren 25 Prozent vorgesehen. Dafür wurde nun noch eine Untergrenze in Höhe des Existenzminimums eingezogen.

Von vorgezogener Pensionierung abhalten

Da die befristete Invaliditätspension bisher oft den Weg in die dauerhafte Invaliditätspension wies, geht Sozialminister Rudolf Hundstorfer (SPÖ) davon aus, dass durch das Rehageld und die Umschulungen viele Menschen von der dauerhaften Pensionierung abgehalten werden können. An Einsparungen für die Pensionsversicherung sollen sich so bis 2018 in Summe bis zu 700 Millionen Euro ergeben.

Detailliertere Informationen mit wesentlichen Eckpunkten der Gesetzesänderung finden Sie HIER

 
Letzte Änderung: 26.08.2013 15:34 · Zum Seitenanfang