Asperger-Syndrom - Diagnostik, Phänomenologie und therapeutische Interventionen

Veranstaltungsbeginn

30.11.2017 00:00 

Veranstaltungsende

01.12.2017 00:00 

Veranstaltungsort

Don Bosco Haus, 1130 Wien, St. Veit Gasse 25 

Veranstalter

Assista neurologisches Bildungszentrum  

Website Veranstalter

 

Beschreibung

 

Obwohl das Asperger-Syndrom schon 1944 von dem Kinderarzt Hans Asperger beschrieben wurde, hat es fast 50 Jahre gedauert, ehe es in das internationale Klassifikationsschema ICD aufgenommen wurde. Auch heute noch wird das Asperger-Syndrom nicht selten übersehen. Die Eltern haben häufig eine Odyssee hinter sich, bis der Begriff Asperger fällt und sie in diesem Konzept eine passende Beschreibung ihres Kindes finden. Das Asperger-Syndrom gehört zum autistischen Formenkreis, es fehlt aber im Gegensatz zum frühkindlichen Autismus eine schwerwiegende Verzögerung der Sprache und/oder der kognitiven Entwicklung. Der Kontakt zu Gleichaltrigen ist immer erschwert. Es fehlt häufig die intuitive Fähigkeit, Gefühle und soziale Situationen zu verstehen und altersangemessen Kontakte zu knüpfen. Kinder mit Asperger-Syndrom spielen meist lieber alleine und entwickeln nicht selten Spezialinteressen (wie Automarken, Wetterkarten etc.). Hier können sie erstaunliche Fähigkeiten zeigen. Diese Fähigkeiten kontrastieren aber meist in hohem Maße mit Problemen im alltagspraktischen Bereich. Viele Kinder mit Asperger-Syndrom sind im motorischen Bereich ungeschickt, vermeiden sportliche Aktivitäten und geraten in eine Außenseiterposition. In der Schule werden sie nicht selten zur Zielscheibe von Spott und Hänseleien.

 

Inhalte

In diesem Seminar soll in erster Linie der diagnostische Blick geschult werden. Dazu werden viele Videobeispiele gezeigt, Screening-Instrumente vorgestellt und differential-diagnostische Fragen erörtert. Weiters werden neben Interventionen mit dem Betroffenen auch schul- und elternbezogene Vorgehensweisen erörtert. Bei Bedarf kann auch auf Besonderheiten in der Therapie Erwachsener eingegangen werden.

 

Zielgruppen

ÄrztInnen, PsychologInnen, TherapeutInnen, PädagogInnen

 

Trainer

Claus Lechmann (D)

ist Diplom-Psychologe und Erwachsenen- und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut. Er arbeitete über zehn Jahre in verschiedenen Psychiatrischen Kliniken und spezialisierte sich dabei u. a. auf die Behandlung von Borderline-Störungen. 1995 übernahm er die Leitung des AutismusTherapieZentrums (ATZ) in Köln. Weiterhin ist er in einer Lehrpraxis tätig und arbeitet als Dozent und Supervisor für verschiedene Ausbildungsinstitute mit den Themenschwerpunkten Psychotherapie bei ‚Borderline-Störungen’ und ‚Autismus’. Seit 2011 ist er Mitglied in der Steuerungsgruppe zur Erstellung der Leitlinie

 

Anmeldung: bis 20.10.2017

 

Kosten: € 308.00

 

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Letzte Änderung: 21.02.2017 13:43 · Zum Seitenanfang