Alltagspraktische Methoden der Sozialraumorientierung

Veranstaltungsbeginn

15.11.2018 10:30 

Veranstaltungsende

16.11.2018 16:00 

Veranstaltungsort

Essen  

Veranstalter

LüttringHaus Institut für Sozialraumorientierung, Quartier und Case-Management  

Website Veranstalter

 

Beschreibung

 

Modul 1: Fallunspezifische Arbeit / Netzwerkarbeit

Damit Hilfen greifen, sollten sie möglichst im sozialen Umfeld der Kunden/Klienten angesiedelt sein, anstatt sie außerhalb ihres Lebensbezuges zu kreieren. Dies erfordert von den Professionellen, sich im sozialen Raum auszukennen sowie im Sozialraum bekannt und im Kontakt zu sein. Es gilt, Ressourcen und Möglichkeiten, die der Sozialraum zu bieten hat, wahrzunehmen, aufzugreifen, zu mobilisieren, zu erweitern oder gar aufzubauen. Die fallunspezifische Arbeit ermöglicht so qualitativ hochwertige fallspezifische Arbeit in Form von individuellen, angemessenen und lebensweltorientierten Hilfen („Maßanzüge“).

 

Ziel:

Die Teilnehmenden kennen Grundlagen der fallunspezifischen Arbeit. Die unterschiedlichen Begriffe der Fachwelt sind definiert. Die berufliche Funktion, Rolle und Tätigkeit der Teilnehmenden wurden im Zusammenhang fallübergreifender und fallunspezifischer Arbeit erklärt. Die Teilnehmenden kennen Möglichkeiten sozialraumorientierter Arbeit.

 

Inhalte:

  • Begriffsklärung: Fallspezifische, fallübergreifende und fallunspezifische Arbeit
  • Zeitunaufwendige Methoden der Erkundung von Ressourcen im Sozialraum
  • Methode: 10 Minuten Sozialraumerkundung
  • Formen der Bündelung von Themen für die fallübergreifende Arbeit
  • Die drei Ebenen der Vernetzung
  • Praxisbeispiele sozialraumbezogener fallübergreifender Arbeit
  • Prinzipien der Stadtteilarbeit
  • Unterscheidung Gemeinwesenarbeit und Sozialraumorientierter Arbeit

 

 

Modul 2: Fallübergreifende Arbeit / Projektentwicklung

Im Rahmen sozialräumlich ausgerichteter Projekte ist bei der fallübergreifenden Arbeit auch die Entwicklung von maßgeschneiderten Projekten erforderlich. Doch oft stellen sich die Fragen: Wie geht das? Was kann ich da falsch machen? Ist das nicht zu aufwendig? In diesem Seminar sollen durch die praktische Vermittlung von konkreten alltagstauglichen Methoden die fachlichen Hürden für die Initiierung solcher Projekte gesenkt werden. Ausgangspunkt sind dabei Phänomene, die den Mitarbeiter/innen der Sozialen Dienste und deren Kooperationspartner/innen „öfters über den Weg laufen“ und die fallübergreifend viel effektiver bearbeitet werden können. In dem Workshop wird dieser Ausgangspunkt in der Fallarbeit beleuchtet (Methoden der Bedarfsermittlung). In verschiedenen Gruppen wird dann parallel an ganz konkreten Themen aus der Praxis gearbeitet. In 9 Einzelschritten wird in jeder Gruppe ein fachlich reflektiertes und an Ressourcen orientiertes Konzept für ein Projekt entwickelt. Dabei werden auch die Prinzipien Sozialraumbezogener Arbeit berücksichtigt.

 

Ziel:

Schwellenängste vor der Initiierung fallübergreifender Arbeit sind abgebaut. Die Schritte einer Konzept- und Projektentwicklung sind verdeutlicht und geübt.

 

Inhalte:

  • 9 Schritte der systematischen Konzeptentwicklung für ein Projekt
  • Ressourcenaktivierung durch Perspektivwechsel
  • Prinzipien der Sozialraumorientierten Arbeit für die Umsetzung
  • Workshop: praktische Umsetzung anhand eigener Ideen

 

Referentin:

Dr. Maria Lüttringhaus, Geschäftsführerin des LüttringHaus, Sozialpädagogin (FH) und Diplom-Pädagogin; Organisationsberaterin, Trainerin in der beruflichen Fortbildung z. B. in Projekten der Sozialraumorientierung in Köln, Saarbrücken, Münster oder Augsburg, für Landkreise wie Rendsburg-Eckernförde, Bad Tölz und Sankt Wendel; zertifizierte Case Managerin Ausbilderin (DGCC)

 

Kosten:

240,- Euro Gesamtkosten (inkl. Einladung zum Mittagessen, Kaffee und Kaltgetränke)

 

Anmeldung: ml@luettringhaus.info

 
Letzte Änderung: 04.01.2018 13:09 · Zum Seitenanfang