Aggression und Verweigerung als Reaktion auf Stress

Veranstaltungsbeginn

14.11.2017 09:00 

Veranstaltungsende

15.11.2017 17:30 

Veranstaltungsort

Schloss Hofen, Wissenschaft & Weiterbildung, Hofer Straße 26, 6911 Lochau 

Veranstalter

Schlosshofen Wissenschaft und Weiterbildung in Kooperation mit der Kathi-Lampert-Schule für Sozialbetreuungsberufe Götzis.  

Website Veranstalter

 

Beschreibung

 

Inhalte

  • Stress als Auslöser für aggressives Verhalten 
  • "Stressfronten" und ihre psychodynamischen Auswirkungen auf die handelnden Personen
  • Umgang mit dem eigenen Stress – Übungen zur Selbstregulierung
  • Vermeidung bzw. Reduzierung von Stress in der Alltagsbegleitung von Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung

 

Die oft ungünstigen Entwicklungs- und Umweltbedingungen von Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung und ihre eingeschränkten Coping-Strategien führen zu einem dauerhaft erhöhten Stresslevel. Unmittelbare Auslöser für aggressive und / oder verweigernde Verhaltensweisen sind dann oft situative Stressfaktoren, die zwar nicht permanent da sind, aber das "Fass an Ertragbarem" zum Überlaufen bringen. Um angemessen pädagogisch handeln zu können, ist es aufschlussreich zu erkennen, welche Rolle dabei der eigene Stress spielt. Ebenso wie durch eine Reduzierung von verschiedenen Stressoren ein kooperatives anstelle eines aggressiven oder verweigernden Verhaltens erreicht werden kann.

 

Das Seminar bietet theoretische Grundlagen, praktische Übungen und Ideen für eine stressreduzierte Begleitung von Menschen mit Unterstützungsbedarf. Die Teilnehmenden bekommen die Möglichkeit zur Selbstreflexion bzgl. eigener Stressreduktion und die Möglichkeit, Fallbeispiele in Gruppen zu besprechen.

 

Ziele

In diesem zweitägigen Seminar soll gezeigt werden,

 

  • welche Auswirkungen Stress auf Körper, Kognition, Psyche und Verhalten hat
  • wie der Zusammenhang zwischen Stress und Aggression bzw. Verweigerung aussieht
  • wie seelischer Schmerz in der Entwicklung des Ichs zu einem dauerhaft erhöhten Stresslevel führt
  • wie sich Stress von Betreuungspersonen auf Klientinnen bzw. Klienten und umgekehrt übertragen und potenzieren kann, ebenso wie beides miteinander zusammenhängt welche Möglichkeiten es zur eigenen Stressreduktion gibt
  • welche Möglichkeiten zur Vermeidung von Stress im Betreuungsalltag bestehen
  • wie auf den langfristig ursächlichen, als auch auf den aktuell situativen, Aggressionen auslösenden Stress Einfluss genommen werden kann. In diesem Zusammenhang wird das Marte Meo Konzept vorgestellt

 

Zielgruppe

Fachpersonen, die Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung in Werkstätten, Wohnhäusern oder anderen Einrichtungen bzw. als AssistentInnen betreuen und begleiten

 

Referierende

Dr. Katrin Paulenova

Halle / Saale (D), Fachärztin für Psychiatrie, Psychotherapeutin; langjährig ärztlich tätig in der Erwachsenen- und Kinderpsychiatrie, diverse Unterrichtstätigkeiten in Vorarlberg, langjährige therapeutische Arbeit mit Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung; eigene Praxis für ganzheitliche energetische Heilarbeit, Schmerztherapie und Begleitung für Menschen mit Beeinträchtigung; Ausbildung, Supervision und Coaching für Menschen in heilenden und begleitenden Berufen.

 

Mag. Susanne Gstettner

Pädagogin, Coach, Marte Meo Trainerin und -Therapeutin, Marte Meo Supervisorin (i.A.), seit 2003 Lehrtätigkeit an der Kathi-Lampert-Schule für Sozialbetreuungsberufe in Götzis; unterstützt Teams und Angehörige von Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung im Umgang mit herausfordernden / schwierigen Verhaltensweisen von Klientinnen bzw. Klienten / Familienmitgliedern

 

Kosten: EUR 286,00 (inkl. 10 % USt.)

 

Veranst. Nr. 2174404

 

Anmeldung bis 29. September 2017

 

Ansprechpartnerin

Valerie Lecker
+43 5574 4930 460
soziales@schlosshofen.at

 

Zur Online-Anmeldung kommen Sie HIER

 

 
Letzte Änderung: 11.07.2017 16:23 · Zum Seitenanfang